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LeseGedichte Als "Lesegedicht" wird hier ein lyrischer Text verstanden, der sich inhaltlich mit dem Bereich Lesen, mit Büchern, Texten oder Autoren auseinandersetzt. Die Bezeichnung erfolgt in Analogie zu anderen thematischen Klassifizierungen von Lyrik (Beispiele: Naturlyrik, Politische Lyrik, Religiöse Lyrik).
Lesegedichte finden sich immer wieder in deutschen Lesebüchern,
z.B. ·
Josef Reding: Ein Buch kann wie ein Hafen sein ... In: Das
Hirschgraben Lesebuch 5. Berlin: Cornelsen 22000, S. 180.
Weitere Beispiele für Lesegedichte: ·
J. W. v. Goethe: Gedichte sind gemalte Fensterscheiben ·
C. F. Meyer: Huttens letzte Tage: Ariost ·
B. Brecht: Schlechte Zeit für Lyrik ·
E. Fried: Bücherei · Ch. Meckel: Rede vom Gedicht
Lesegedichte zu Astrid Lindgren sind auch enthalten in: ·
Matthias Blum: Die Lebenswelt von Astrid Lindgren. Eine
Ausstellung nicht nur für Kinder. Oldenburg: Isensee 2001.
Die unten versammelten LeseGedichte richten sich vor allem an
Schülerinnen und Schüler der Klassen 1 bis 6. Sie sind der unveröffentlichten
Sammlung "Sterne schnuppern" entnommen und dürfen gern
kopiert und im Unterricht verwendet werden. Bei Abdruck in Zeitschriften, Büchern, Unterrichtsmaterialien usw. gelten die Bestimmungen des Urheberrechtsgesetzes. Die Auswahl wird gelegentlich ausgetauscht bzw. aktualisiert. |
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Party für Harry Verkleidete
Hexen und Zauberer, niemand
würde sie kennen, stoßen
Gläser zusammen. Heimliche
Zaubersprüche verhindern Scherben. „Sagten
Sie Glück oder Hück?“, will
wer wissen. Harry
kommt auch, heißt es. Ist
angeblich in Alice verknallt. Wo
die bloß bleibt? „Alice?“,
fragt ein Zauberer, rührt
mit’m Besen im Glas, stolpert
und ... „Benehmen
Sie sich!“, schreit
eine Hexe. „Alice
kommt nicht“, stottert er in ihr Ohr. „Hat
wieder weiße Kaninchen geseh’n oder
is‘ in‘ Loch gefall’n. Und“, er
spitzt die Lippen, „sie hat sogar einen
Hobbit ge - küsst. Kommt vom Saufen.“ Die
Rothaarige zerbricht seinen Besen und
flüstert zurück: „Sie sollten heut laufen.“ Dann
geht die Tür auf, Harry
kommt rein, alle klatschen. „Leider
verspätet“, entschuldigt er sich, „Stau
in der Lindenstraße.“ „Macht
nichts“, sagt ein Zauberer und
zupft ihn am Bart: „Wie geht’s Winnie?“ Jugendlilteraturpreis 2005 für Harry Rowohlt (Sonderpreis für sein Lebenswerk als Übersetzer |
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Lesezirkus Montag. Leseratten und Bücherwürmer machen Kunststücke. Brennender Beifall brandet auf. So’n Zirkus. Dienstag. Großer Auftritt für Lesefanten und Bücherbären. Der Mann mit Zylinder knallt die Peitsche. Mittwoch. "Kannste auch was?" Ja, Herr Direktor. "Mach mal." Freitag. Leseschnecke durch brennenden Reifen gesprungen. Publikum wollte nicht warten und ging. Schade. Samstag. Nun übe ich ... Sonntag. |
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Gespräch "Ich bin Preußlers Hexe." "Und ich bin sein Nachtgespenst." "Ich liebe den Hotzenplotz und freu’ mich, dass du ihn nicht kennst. Drei Bücher will ich dir vorlesen, komm, setzt dich zu mir auf den Besen!" "Ach, lass das, ich will meine Ruhe, komm lieber zu mir in die Truhe." Quelle: Jörg Knobloch (Hrsg.): Praxis Lesen: zum Beispiel Otfried Preußler. Lichtenau: AOL Verlag 2000, S. 4. |
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Beschwörung Rieche den Wind im Gras, höre den Schatten der Fledermaus, lass die Nacht sich spiegeln in deinem Haar. Schmecke die Nähe des Bären, ertaste die Trauer des Pferdes im Wald. Mit deinem Frühlingsschrei fülle das Jahr. Öffne die Burg für den Fluss, werde kein Räuber, folge den Spuren des Kindes, das Ronja war. Für
Ronja Räubertochter Quelle: Jörg Knobloch (Hrsg.): Praxis Lesen - z.B. Astrid Lindgren. Lichtenau: AOL Verlag 2002, S. 4. |
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Abzählvers Andersen sein Märchen trifft sich mit Kiplings Bärchen. Sag mir wie sie heißen, sonst geh nach Haus zum ... Quelle: Jörg Knobloch (Hrsg.): TAG des Buches, LeseNACHT. Texte, Aufgaben und Anregungen für ein ganzes Lesejahr. Lichtenau: AOL Verlag 1998, 32000, S. 10 |
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Herr Härtling sitzt Herr Härtling sitzt und schreibt ein Buch. Auch wenn er schwitzt, ihm fällt nichts ein. Mit einem Fluch will er mal zu Frau Blyton gehn um ihre Bücher anzusehn. Frau Blyton steht auf einer Leiter und sagt: Schau nicht, schreib lieber weiter. Herr Härtling geht. Bald ist er fertig, nimmt den Besen, räumt auf und du kannst lesen. Quelle: Jörg Knobloch (Hrsg.): TAG des Buches, LeseNACHT. Texte, Aufgaben und Anregungen für ein ganzes Lesejahr. Lichtenau: AOL Verlag 1998, 32000, S. 10 |
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