Leseclubs

Leseclubs bezeichnen im Allgemeinen außerschulische und freizeitorientierte Clubs, die sich dem Lesen von Büchern und Zeitschriften widmen und damit versuchen Kindern einen gewissen Umgang mit Literatur näher zu bringen und das Interesse an Büchern zu stärken.

Meist richten sich Leseclubs an Kinder aus sozial schwachen Familien oder an Kinder mit Migrationshintergrund, da ein Zusammenhang zwischen sozialem Hintergrund und persönlichem Bildungsweg vermutet wird. Durch ehrenamtliche Helfer, die solche Leseclubs betreuen, werden den Kindern gewisse (Lese-)Fertigkeiten beigebracht, eine Motivation zum Lesen geschaffen, interkulturelle Kompetenzen werden durch das gemeinsame Miteinander geschaffen und vieles mehr.

An welche Altersklasse richten sich Leseclubs?

Vorzugsweise an Kinder der 1.-6. Klasse, da in diesem Alter viele Grundlagen geschaffen werden können. Natürlich können beispielsweise auch schulinterne Leseclubs ab höheren Klassen geführt werden, die interessierten Schülern einen besonderen Zugang zu Literatur schaffen oder bereits bestehendes Interesse verfestigen.

Was wird in einem Leseclub gemacht?

Es gibt viele Möglichkeiten solche Leseclubs zu gestalten, zum Beispiel durch:
Vorlesestunden
– gemeinsames Lesen eines Buches
Buchvorstellungen
– das Basteln von Lesekisten
– das Anfertigen von Lesetagebüchern
Lesenächte
– thematische Bastelstunden

Wozu dienen Leseclubs?

Zum einen dienen sie natürlich der Integration und Sprachförderung von Kindern mit Migrationshintergrung und sozial schwachen Kindern, die Zuhause nicht unbedingt einen Zugang zu Büchern haben oder deren Eltern ihnen nicht die nötigen Lese- und Sprachkompetenzen vermitteln.
Lesen ist nicht nur wichtig für den alltäglichen Sprachgebrauch – durch differenzierte Sprachfertigkeiten differenziert sich auch der Bildungsgrad eines heranwachsenden Menschen. Wer viel liest, ist nicht nur in der Lage sich gewählter auszudrücken, sondern auch sich selbst Wissen anzueignen.

Weitere Vorteile sind:

  • Motivation am Lesen wecken
  • Freude am Lesen wecken
  • Gemeinschaftsgefühl durch die Gruppe
  • interkulturelle Kompetenzen durch Kinder verschiedenster Herkünfte
  • differenzierter Umgang mit (der deutschen) Sprache
  • Probleme beim Lesen können behoben werden
  • Mut zum Lesen wird trainiert

Vereine und Förderprogramme

Es gibt deutschlandweit viele Vereine und Institutionen, die sich mit der Leseförderung bei Kindern und Jugendlichen beschäftigen und die nicht nur Vorlesestunden organisieren und durchführen, sondern auch Leseclubs.

Hier ist ein kleiner Überblick: