Leseolympiaden

Leseolympiaden gehören zu den vielen Möglichkeiten Kindern das Lesen und den Spaß am Lesen näher zu bringen. Hier werden meist einige Stationen erstellt, die die Kinder abarbeiten müssen um schließlich ans Ziel zu gelangen.

Das »Abarbeiten« der Stationen besteht meist darin, dass eine bestimmte Anzahl an Büchern oder Texten gelesen werden muss. Erfolgt dies, darf das Kind eine Station vorrücken – bis es schlussendlich am Ziel angelangt wird und eine Urkunde oder Medaille erhält.

Konzept-Vorschlag für eine Leseolympiade

Das folgende Konzept hat seinen Ursprung in Großbritannien, wo seit 2003 sogenannte »reading mazes« veranstaltet werden:
Jeder Schüler erhält ein Leporello, auf dem eine Landkarte und ein Lesetagebuch abgebildet sind.

In einer Bibliothek wird auch eine Landkarte aufgehängt mit den jeweiligen Stationen. Auf Papierfiguren kommen die Namen der teilnehmenden Kinder, welche dann auf die Startposition geheftet und bei Abschluss einer Station ein Feld Richtung Ziel bewegt werden.

Jedes Kind muss sechs Bücher seiner Wahl lesen. Wenn es eins gelesen hat, geht es in die Bibliothek und führt ein kurzes Gespräch mit der Bibliothekarin darüber, worum es in dem Buch ging, welche Hauptpersonen es gibt, ob es das Buch mochte oder nicht und aus welchem Grund.

In seinem Lesetagebuch kann das Kind jetzt Autor und Titel des Buches vermerken, bekommt von der Bibliothekarin eine Kleinigkeit (Aufkleber, Stifte, etc.) und darf auf der Karte eine Station vorrücken.

Hat das Kind alle Stationen gemeistert, erhält es eine Urkunde und/oder Medaille für seine Leistung.

Der Vorteil dieser Methode zur Leseförderung besteht darin, dass jedes Kind in seinem eigenen Tempo lesen kann. Schnelle Leser brauchen zwei bis drei Wochen, um die sechs Bücher zu lesen, langsame Leser haben bis zu sechs Wochen Zeit. Auch sind keine Bücher vorgeschrieben und die Kinder können sich den Büchern widmen, die sie persönlich interessieren.

Im Gegensatz zu Vorlesewettbewerben kommt es hier nicht auf die Geschwindigkeit des Lesens, die korrekte Interpretation/Wiedergabe, die korrekte Betonung oder das Lesen vor Publikum an, was für die Kinder eine Last darstellen kann.

Weitere Anregungen zu Leseolympiaden finden Sie auf dem Landesbildungsserver Baden-Württemberg.