Vorlesestunde

Lesekompetenz und Motivation durch Zuhören stärken


Durch regelmäßiges Vorlesen in den Vorlesestunden wird bei Kindern die Entwicklung von Kreativität gefördert und die Fähigkeit zur Konzentration trainiert.

Vorlesestunden dienen der Leseförderung

Vorlesestunden sind Veranstaltungen, bei welchen Kindern oder Schulklassen durch ehrenamtlich Engagierte vorgelesen wird. Im besten Fall handelt es sich um regelmäßige Termine, die zu festen Zeiten bzw. Wochentagen stattfinden. So entwickelt sich eine Vorlesestunde für die kleinen Zuhörerinnen und Zuhörer zu einem festen Ritual, das auch bei der Wochenplanung der Familien mitberücksichtigt werden kann.

Ein Ziel von Vorlesestunden ist es, die Freude am Lesen zu wecken und Kinder beim Lesenlernen zu unterstützen. Bei der Integrationsarbeit dienen Vorlesestunden auch dem Erwerb und der Verbesserung von Sprachkenntnissen.

Vorlesestunden können in verschiedenen Einrichtungen stattfinden. Häufig werden sie in Bibliotheken, Jugendeinrichtungen, Kindertagesstätten oder Schulen angeboten. In der Schule sind sie eine effektive Methode um Kindern das Lesen näher zu bringen. Durch das bloße Zuhören entwickeln die Kinder Kreativität und Fantasie, trainieren ihre Konzentration und Ausdauer.

Vorlesen hat einen positiven Effekt auf das sprachliche Ausdrucksvermögen. Sind in den Büchern Bilder zudem enthalten, fällt es Kindern leichter Personen und Handlungen mit dem Gehörten zu verknüpfen und der Geschichte aufmerksam zu folgen.

Es gibt viele ehrenamtliche Vereine, die sich durch das Vorlesen in verschiedensten Einrichtungen besonders für Integration und Leseförderung einsetzen.

Vereine und Stiftungen, die Vorlesestunden anbieten:

Was sollte bei einer Vorlesestunde beachtet werden?

Der Ablauf einer Vorlesestunde variiert stark. Manche Vorlesestunden werden in kleinen Gruppen durchgeführt – manche in ganzen Klassen.

Ideal ist eine Gruppengröße von 5 bis 8 Kindern. Sollte ein Buch Illustrationen enthalten, können diese Bilderbücher noch gut gezeigt werden, ohne die Konzentration zu sehr zu strapazieren. Insbesondere bei kleineren Gruppen kann sich intensiv um die einzelnen Kinder und deren Bedürfnisse bzw. deren Förderbedarf gekümmert werden.

Eine Vorlesestunde sollte zu Beginn höchstens eine Zeitstunde dauern. Erst mit zunehmender Vorleseerfahrung wächst auch die Konzentrationsfähigkeit der Kinder. Dann kann die Vorlesestunde auch etwas länger dauern. Die reine Lesezeit sollte gerade am Anfang bei Kindern im Vorschulalter 10 Minuten nicht überschreiten. Schulkinder haben meist schon genug Ausdauer und können einer Geschichte auch 20 Minuten am Stück konzentriert folgen.

Empfehlenswert ist es, die Vorlesestunde mit einem bestimmten Thema bzw. Motto zu versehen. Man kann bestimmte Tiere, die Jahreszeiten oder ein Land in den Mittelpunkt der Vorlesestunde stellen. Das Thema wird dann kombiniert mit einem passenden Sachbuch, Zeitungsartikeln, Fotos, Liedern oder Gedichten.

Tipps für Vorlesende

  • Sie sollten das Buch genau kennen und die Stimmung des Textes erfasst haben.
  • Am besten lesen Sie das Buch zu Hause einem Familienmitglied oder sich selbst mindestens 4 bis 5 Mal laut vor.
  • Machen Sie sich an den entsprechenden Stellen im Buch Anmerkungen zu Betonungen.
  • Die Zuhörerinnen und Zuhörer sollten möglichst im Halbkreis vor Ihnen sitzen, so dass Sie mit allen Blickkontakt herstellen

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