Vorlesewettbewerbe – Kinder beim gemeinsamen Lesen

Vorlesewettbewerb

Der Vorlesewettbewerb ist ein seit dem Jahr 1959 veranstalteter, bundesweiter Wettstreit zwischen den 6. Klassen weiterführender Schulen. Er wird jährlich vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels veranstaltet und geht auf eine Anregung der Otto’schen Buchhandlung in Mannheim zurück, welche 1956 während der Jugendbuchwoche einen »Lesewettstreit« veranstaltete. Jährlich nehmen um die 7.000 Schüler der 6. Klasse aus mehr als 7.000 Schulen Deutschlands teil. Er gehört zu den größten Wettbewerben für Schüler.

Teilnahme

Mitmachen können – wie bereits erwähnt – Schüler der 6. Klasse einer weiterführenden Schule. Hierfür wird zuerst innerhalb der Klasse der beste Vorleser ermittelt, danach wird in einem schulinternen »Wettkampf« der Sieger der Schule erfasst und dann weiter der Kreissieger, Bezirkssieger, Landessieger und letztendlich der beste Vorleser des Landes gekürt.

Das Ziel dieses Wettbewerbs für Schüler ist es, den Schülern die nötigen Techniken für gutes Lesen zu vermitteln und ihnen einen Ansporn zu liefern, ihre Lesefertigkeiten auszubauen.

Dabei wird natürlich auch ein gewisser Spaß am Lesen vermittelt, der Wettbewerbsgeist angesprochen und dazu kriegen die Schüler einen interessanten Einblick in verschiedene Bücher durch die von den Vorlesern selbst ausgewählten Textstellen. Dies kann und soll die Schüler anregen neue Bücher kennenzulernen.

Freie Vorlesewettbewerbe

Vorlesewettbewerbe können auch ganz einfach von Lehrern in ihren Klassen veranstaltet werden. So sind sie nicht mehr altersabhängig und können beispielsweise auch noch in der 7. oder 8. Klasse durchgeführt werden. Auch können Lehrer einer Stufe sich zusammenschließen und daraus einen »Stufenwettkampf« machen.

Der Vorlesewettbewerb ist nicht beschränkt auf die Schule, sondern kann auch in Büchereien, Buchhandlungen und Vereinen stattfinden.

Bewertung

Wichtig beim Vorlesen ist, dass es dem Kind gelingt das Publikum zu erreichen und die Handlung allein mit seiner Stimme »zum Leben zu erwecken«.

Weitere Kriterien sind:

  • sicheres und flüssiges Lesen
  • deutliche Aussprache
  • sinngemäße Betonung
  • angemessenes Lesetempo
  • inhaltlich richtige Erfassung des Textes
  • keine übertriebene Theatralik
  • schlüssige Textstelle, bei der Anfang und Ende verständlich sind
  • nur 3 Minuten Lesezeit

Weiterführende Links

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